Warum gibt es so viele Steinbrüche auf der Schwäbischen Alb?

Warum gibt es so viele Steinbrüche auf der Schwäbischen Alb?

Prof. Marchtaler von der HfWU Geislingen stellte diese Frage bei der Abschlussvorlesung des Wintersemesters 2025 an die Kinder der „Kinderuni am Heidengraben“.

Thema war „Wie aus Lehm, Sand und Steinen ein Haus entsteht.“

Schnell wurde klar, dass Kalkstein ein wichtiger Rohstoff bei der Zementherstellung ist. Kalksteine, Ton und Mergel werden im Steinbruch abgebaut, mittels großer Brecher zerkleinert und zu einem Rohmehl zermahlen. Nach vorgegebener Rezeptur kommen noch Zusatzstoffe dazu. Das Ganze wird dann bei Temperaturen bis 1450 °C gebrannt. Nach Abkühlung und Beimischung einzelner Zusatzstoffe entsteht dann der fertige Zement.

Jetzt fehlen nur noch Mörtelsteine, Ziegel und natürlich Beton, um an den Rohbau des Hauses zu gehen.

Mörtel besteht aus einem Gemisch aus Sand, Wasser und Zement und dient den Ziegelsteinen als Klebstoff. Beim Beton kommen noch Kieselsteine hinzu, wobei auch hier die richtige Mischung zwischen Kieselsteinen, Sand, Zement und Wasser entscheidend ist.

Jetzt fehlen noch die Bodenplatte und die Zwischendecken. Hier reicht aber reiner Beton nicht aus. Entscheidend ist die so genannte Bewehrung. Sie besteht aus Stahlstäben oder Matten und dient dazu, Zug- und Bewegungskräfte aufzunehmen, die der Beton nicht alleine tragen kann.

Sehr anschaulich wurde dies in einer kleinen Filmsequenz mit der „Maus“ gezeigt.

Ohne Stahl wird der Beton brüchig und ist nicht belastungsfähig. Wussten Sie, dass Stahl umgeben von Beton nicht rostet?

Die Kinder wissen das jetzt!

Bernd Horn

 

 

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